Rezept umrechnen: Portionen und Backform mit Dreisatz

Vom Team des Dreisatz Rechners · Veröffentlicht am 24. Oktober 2026 · Fakten geprüft an den unten genannten Quellen · Über uns

Um ein Rezept umzurechnen, teilst du jede Zutat durch die alte Zahl der Portionen und nimmst sie mal die neue Zahl. Das ist ein normaler Dreisatz. Steht im Rezept 200 g Mehl für 4 Personen, braucht eine Person 50 g. Für 6 Personen nimmst du dann 300 g Mehl.

Fast jedes Rezept ist für eine feste Zahl von Personen oder für eine bestimmte Backform geschrieben. Selten passt das genau. Mit dem Dreisatz kannst du jedes Rezept in wenigen Minuten anpassen. Du brauchst nur einen Zettel oder einen Rechner.

Rezept auf mehr Personen umrechnen

Mehr Gäste, mehr Zutaten. Die Zuordnung ist proportional. Mehr zu dieser Art steht im Ratgeber zur proportionalen Zuordnung.

Beispiel: Ein Rezept für Spaghetti ist für 4 Personen. Du kochst für 6.

Zutat4 Personen1 Person6 Personen
Spaghetti400 g100 g600 g
Tomaten aus der Dose800 g200 g1200 g
Zwiebeln20,53
Olivenöl4 EL1 EL6 EL

Du siehst: Alle Zutaten werden mit demselben Faktor 1,5 multipliziert. 6 : 4 = 1,5. Wenn du den Faktor kennst, geht es noch schneller.

Der Faktor spart Zeit

Teile die neue Zahl der Portionen durch die alte. Das Ergebnis ist dein Faktor. Nimm jede Zutat mit diesem Faktor mal. Von 4 auf 6 Personen ist der Faktor 1,5. Von 4 auf 2 Personen ist er 0,5. Von 6 auf 10 Personen ist er etwa 1,67. So musst du nicht für jede Zutat einzeln rechnen.

Ein paar häufige Faktoren:

VonAufFaktor
4 Personen2 Personen0,5
4 Personen6 Personen1,5
4 Personen8 Personen2
2 Personen5 Personen2,5
6 Personen4 Personenetwa 0,67

Rezept auf weniger Personen umrechnen

Das klappt genauso. Du teilst nur statt zu multiplizieren.

Beispiel: Ein Kuchen für 12 Stücke braucht 300 g Mehl, 150 g Zucker und 3 Eier. Du willst nur 8 Stücke.

Hier geht es zum Glück glatt auf. Oft bleibt aber ein halbes oder ein drittel Ei übrig.

Was mache ich mit halben Eiern?

Ein Ei lässt sich schwer teilen. Hier hilft die Waage. Verquirle das Ei in einer Tasse und wiege es. Dann nimmst du so viel, wie du brauchst.

Eier werden im Handel nach festen Gewichtsklassen verkauft. Die Wikipedia nennt sie so:

KlasseGewicht
Sunter 53 g
M53 bis unter 63 g
L63 bis unter 73 g
XL73 g und mehr

Ein Ei der Größe M wiegt also rund 55 bis 60 g. Für ein halbes Ei nimmst du knapp 30 g der verquirlten Masse. Den Rest kannst du für Rührei nutzen.

Backform umrechnen

Hier musst du aufpassen. Bei einer runden Form ist nicht der Durchmesser wichtig, sondern die Fläche. Und die Fläche eines Kreises wächst mit dem Quadrat des Radius. Das steht in jeder Formelsammlung: A = π · r².

Beispiel: Ein Rezept ist für eine Springform mit 26 cm. Du hast nur eine mit 20 cm.

Viele rechnen hier falsch und nehmen nur 0,77. Dann wird der Kuchen zu hoch und ist innen noch roh.

VonAufFaktor
26 cm20 cmetwa 0,59
26 cm24 cmetwa 0,85
26 cm28 cmetwa 1,16
20 cm26 cmetwa 1,69
18 cm26 cmetwa 2,09

Eckige Formen umrechnen

Bei eckigen Formen rechnest du Länge mal Breite. Ein Blech mit 30 cm mal 40 cm hat 1200 cm². Eine Form mit 20 cm mal 30 cm hat 600 cm². Der Faktor ist 600 : 1200 = 0,5.

Willst du von rund auf eckig wechseln, rechnest du die Fläche beider Formen aus. Eine runde Form mit 26 cm hat etwa 3,14 · 13 · 13 ≈ 531 cm². Eine eckige Form mit 20 mal 25 cm hat 500 cm². Das passt fast genau.

Mehrere Dinge auf einmal ändern

Manchmal willst du zwei Dinge auf einmal anpassen, zum Beispiel mehr Stücke und eine andere Form. Dann multiplizierst du die Faktoren. Erst rechnest du die Form um, dann die Zahl der Bleche. Das ist ein zusammengesetzter Dreisatz. Mit dem Rechner für den zusammengesetzten Dreisatz geht das in einem Schritt.

Was du nicht einfach umrechnen solltest

Backzeit: Sie hängt vor allem von der Höhe des Teigs ab. Bei gleicher Höhe bleibt sie ungefähr gleich. Ist der Teig flacher, wird er schneller fertig. Mach immer die Stäbchenprobe.

Temperatur: Sie bleibt gleich. Ein kleiner Kuchen braucht keinen kälteren Ofen.

Salz und Gewürze: Beim Verdoppeln lieber etwas weniger nehmen und am Ende abschmecken. Nachwürzen geht leichter als zurücknehmen.

Hefe: Bei großen Teigmengen reicht oft etwas weniger Hefe, weil der Teig länger geht. Das ist Erfahrung und kein Dreisatz.

Schritt für Schritt mit dem Rechner

Im Dreisatz Rechner gibst du ein:

  1. Wert A: alte Zahl der Personen, zum Beispiel 4.
  2. Wert B: Menge der Zutat, zum Beispiel 200 und als Einheit g Mehl.
  3. Neuer Wert A: neue Zahl der Personen, zum Beispiel 6.

Der Rechner zeigt dir 300 g Mehl und den ganzen Weg. Wenn du weitere Zutaten brauchst, änderst du nur Wert B. Die Personen bleiben gespeichert. Mit dem Knopf Kopieren kannst du das Ergebnis in deine Notizen übernehmen.

Kurz zusammengefasst

Wie der Dreisatz grundsätzlich funktioniert, liest du in Dreisatz einfach erklärt. Zum Üben gibt es Dreisatz Aufgaben mit Lösungen.

Rechner zu diesem Ratgeber

Häufige Fragen

Wie rechne ich ein Rezept von 4 auf 6 Personen um?

Teile jede Menge durch 4, dann weißt du, wie viel eine Person braucht. Nimm das mal 6. Kurz: Multipliziere jede Zutat mit 1,5. Aus 200 g Mehl werden 300 g.

Wie rechne ich eine Backform um?

Bei runden Formen zählt die Fläche, nicht der Durchmesser. Teile den neuen Durchmesser durch den alten und nimm das Ergebnis mal sich selbst. Von 26 auf 20 cm sind das etwa 0,59. Nimm jede Zutat mit 0,59 mal.

Was mache ich mit halben Eiern?

Verquirle das Ei und wiege es. Nimm dann die Hälfte. Ein Ei der Größe M wiegt laut Gewichtsklassen 53 bis unter 63 g. Für ein halbes Ei nimmst du also knapp 30 g von der verquirlten Masse.

Muss ich auch die Backzeit ändern?

Nicht im gleichen Verhältnis. Die Backzeit hängt vor allem von der Höhe des Teigs ab. Bei gleicher Teighöhe bleibt sie ungefähr gleich. Mach am Ende die Stäbchenprobe.

Kann ich Gewürze einfach mit dem Dreisatz umrechnen?

Für den Anfang ja. Beim Vergrößern lohnt es sich aber, etwas weniger Salz und Gewürz zu nehmen und am Ende abzuschmecken. Nachwürzen geht immer, zurücknehmen nicht.

Quellen

  1. Hühnerei, Gewichtsklassen, Wikipedia
  2. Dreisatz, Wikipedia
  3. Kreis, Flächeninhalt, Wikipedia
  4. Dreisatzaufgaben und Zuordnungen, Didaktik der Mathematik, Universität Würzburg

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